Office 365 und Adobe Dokumenten-Tools wachsen zusammen

PDF-Werkzeuge und andere Tools von Adobe sind jetzt als Service in Microsoft-Anwendungen wie Office, Sharepoint und Office 365 verfügbar. Dokumente elektronisch zu signieren oder mit hoher Qualität vom Handy aus zu scannen wird einfacher. Die neuen Tools sind sogar DSGVO-konform.

Vor rund zwei Jahren haben Microsoft und Adobe im Rahmen einer Partnerschaft vereinbart, dass einige Produkte der beiden großen Anbieter künftig enger verzahnt werden sollen. Nun rollt Adobe einige neue Angebote aus, die für viele Anwender eine große Arbeitserleichterung bei der Büroarbeit bringen dürften.

Vor allem das Thema Signierung gestaltet sich dadurch deutlich einfacher. Um die Adobe-PDF-Tools zu nutzen, muss man nicht mehr wie bisher die App wechseln. Die Tools können direkt als Services in Excel, Powerpoint und Word auch in OneDrive und Sharepoint genutzt werden.

Dank der Integration der Adobe Document-Cloud und Sign in Microsoft-Produkte wie SharePoint, können Anwender Signing-Prozesse schneller umsetzen. (Bild: Adobe)
Dank der Integration der Adobe Document-Cloud und Sign in Microsoft-Produkte wie SharePoint, Office oder Word können Anwender Signing-Prozesse schneller umsetzen. (Bild: Adobe)

So hatte Microsoft Adobe Sign bereits in Dynamics 365 und Office 365 als bevorzugte e-Signatur-Lösung geführt. Jetzt sind die beiden Unternehmen einen Schritt weiter gegangen und integrieren Adobe Sign neben der Cloud-basierten Office-Suite zusätzlich in die Multi-Step-Workflows von Microsoft Dynamics. Es ist zudem möglich, in Sign jetzt Kundenkontaktdetails aus LinkedIn Navigator zu importieren.

Auch auf Microsoft Azure ist Sign heimisch geworden. Anwender können jetzt Sign-Informationen auch in der Microsoft-Plattform speichern. Darüber hinaus will Adobe mit speziellen Features auch datenschutzrelevante Anfragen, wie sie seit 25. Mai 2018 von der DSGVO vorgeschrieben sind, schneller abwickeln.

Abseits der Kooperation erweitert Adobe auch die vergleichsweise neue Scan App. Ein Nutzer kann damit mit dem Smartphone oder einer anderen Kamera eine Aufnahme von irgend einem Dokument oder einem Beleg machen. Die künstliche Intelligenz Sensei in der Scan App wandelt das Foto dann so um, dass es wie ein qualitativ hochwertiger Scan aussieht. Dank einer neuen Funktion können Visitenkarten gescannt werden und die Informationen lassen sich dann in einen digitalen Kontakt umwandeln.

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Microsoft hat bereits vor einigen Tagen damit begonnen, die Produktivitätslösung Office 365 mit einer Neugestaltung für den Nutzer attraktiver zu machen. Microsoft will das Fluent Design System, das bereits in Windows 10 verwendet wird, auch in die Office-Welt übertragen. So werden Excel, PowerPoint und Outlook als Menüleiste ein neues Ribbon bekommen, das schlanker und einfacher zu nutzen sein soll.

https://acrobat.adobe.com/us/en/business/integrations/microsoft-office-365.html?origref=https%3A%2F%2Fwww.ecosia.org%2F
Microsoft experimentiert derzeit mit einem neuen Ribbon in Excel, Word oder PowerPoint. (Bild: Microosft)

Dieses „Bändchen“, in dem die Funktionen der Anwendungen zusammengefasst sind, bietet neue Animationen und Icons, die laut Microsofts Auffassung aber einfacher zu nutzen sein sollen. Auch am Design schraubt der Hersteller. Mit kleineren Farbänderungen soll die Anmutung von Office modernisiert werden. Neben den Desktop-Versionen sollen auch die Web-Versionen diese neuen Features und Oberflächen bekommen.

Auch die Web-Services profitieren im besonderem Maße von den Neuerungen. Neben einer besseren Performance erleichtert eine neue Schaltfläche das Arbeiten. Die schlanke Oberfläche lässt sich einfach ausklappen und man bekommt so Zugriff auf weitere Funktionen und Schaltflächen, so wie man es bislang gewohnt ist. Neu sind darüber hinaus auch Avatare für Kommentare und spezielle Farben für Personen, die gemeinsam ein Dokument betrachten und bearbeiten – so wie man das bereits aus Googles G-Suite kennt.

Auf Office.com testet Microsoft die neuen Funktionen bereits. Im Juli wird Outlook aktualisiert. Dann soll auch die Web-Version von Outlook eine neue Suche bekommen, die Kontakte, Meetings oder vorangegangene Suchen stärker berücksichtigt. Dafür sorgt Microsofts künstliche Intelligenz „Graph“.

Mit Hilfe von KI sollen Anwender künftig effizienter Suchen durchführen können. (Bild: Microsoft)
Mit Hilfe von KI sollen Anwender künftig effizienter Suchen durchführen können. (Bild: Microsoft)

Für die Überarbeitung der klassischen Windows-Versionen von Word, Excel oder PowerPoint wolle sich Microsoft aber laut eigenen Angaben noch etwas länger Zeit lassen, um die Nutzer nicht zu überfordern. Auch werden nicht alle neuen Funktionen in Office.com sofort zu sehen sein, wie Microsoft in einem Blogbeitrag erklärt. Vielmehr sollen einzelne Features zunächst getestet und dann nach und nach ausgerollt werden.

 

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