Die wichtigsten Microsoft-Tools für die DSGVO

Microsoft hatte im Vorfeld der DSGVO seinen Kunden versprochen, ab dem 25. Mai 2018 die Konformität für alle seine Cloud-Dienste sicherzustellen. Das Versprechen wird jetzt auf vielerlei Weise erfüllt, für Anwender bleibt dennoch etwas Arbeit übrig. 

Microsoft-Betriebssysteme wie Windows 10 oder Windows Server senden Diagnose- und Telemetriedaten an Microsoft. Zwar bemüht sich Microsoft laut eigenen Angaben um eine eine gesetzeskonforme Sammlung dieser Daten, dennoch haben Anwender weitreichende Möglichkeiten, diese Übertragung zu konfigurieren. In einer neuen Übersichtsseite erklärt Microsoft, wie Anwender die Übertragung von Diagnose-Daten beeinflussen oder in den Privatsphäre-Einstellungen deaktivieren können. Daneben listet Microsoft auch allgemeine Erklärungen zu Microsoft-Produkten und der neuen Datenschutzverordnung.

Über die junge App Diagnostic Data Viewer können Nutzer aber auch diese Diagnose-Daten verwenden, um mit Hilfe dieser Informationen mögliche Verstöße gegen die ab dem 25. Mai 2018 geltende neue Datenschutzregelung DSGVO zu identifizieren. In einem gesonderten Report werden Probleme des Betriebssystems aufgelistet.

In einem Fehler-Report listet Windows 10 auf, welche Diagnosedaten an Microsoft übermittelt wurden. (Bild: Microsoft)
In einem Fehler-Report listet Windows 10 auf, welche Diagnosedaten an Microsoft übermittelt wurden. (Bild: Microsoft)

Seit geraumer Zeit bietet Microsoft für die Nutzer von Microsoft 365 zudem den Compliance Manager, den Compliance Score und den Azure Information Protection Scanner.

Mit dem Compliance Manager bekommen Anwender von Microsoft Cloud Diensten ein Tool, das bei der Umsetzung der DSGVO und anderen Datenschutzbestimmungen und Regelungen Hilfestellungen leisten soll. Mit Compliance Score können Anwender einfach und übersichtlich den Erfolg ihrer Maßnahmen überprüfen.

Mit einigen Verbesserungen in Azure Information Protection können Anwender nun regelmäßig ihre Infrastruktur überprüfen und Dokumente automatisch aufspüren, klassifizieren und markieren. Sensible Dokumente werden – wie auch in Office 365 – ebenfalls automatisch geschützt. Derzeit können die Microsoft-Tools mehr als 80 unterschiedliche sensible Informationen erkennen, teilt der Anbieter mit.

Mit dem Security & Compliance Center für Office 365 liefert Microsoft ein Sicherheits-Tool mit eigenen DSGVO-Funktionen für die Anwender der Cloud-Lösung. Mit dem Office 365 Secure Score können Administratoren schnell erkennen, wie weit sie die neuen Datenschutz-Anforderungen bereits umgesetzt haben. Für Azure-Nutzer bietet Microsoft das Azure Security Center. Mobile Geräte sichert Microsoft mit Enterprise Mobility Security ab.

Darüber hinaus hat Microsoft eine eigene Seite zur DSGVO-Compliance eingerichtet. Ein Blog-Beitrag liefert zudem eine Übersicht über alle Maßnahmen und verfügbare Tools des Herstellers. 

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