Neue App soll Coaching digital demokratisieren

„Persönlichkeitsentwicklung für alle“, lautet das Motto des Coaching-Startups onesome. Seine App soll Unternehmen die Möglichkeiten geben, ihren Mitarbeitenden Hilfe beim Meistern der digitalen Transformation zu bieten.

„Nimm dein Coaching selbst in die Hand“, steht auf der Website von onesome, dem Münchner Startup, das seit einigen Monaten die gleichnamige Coaching-App herausgibt. Ein origineller Ansatz angesichts der Tatsache, das Coaching momentan einen Boom erlebt, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Zugleich ist es keine Angelegenheit, die sich jeder leisten kann und unter denen, die sich seit neuestem als Coach anbieten, ist auch so manche Niete dabei.

"Wir sind überzeugt, dass der Bedarf an Coaching immer mehr zunehmen wird, denn die Welt ist von Wandel geprägt und die Unsicherheiten der Menschen nehmen zu", sagt onesome-CEO Swantje Benussi.
„Wir sind überzeugt, dass der Bedarf an Coaching immer mehr zunehmen wird, denn die Welt ist von Wandel geprägt und die Unsicherheiten der Menschen nehmen zu“, sagt onesome-CEO Swantje Benussi.

„Der Bedarf an Persönlichkeitsentwicklung steigt stetig“, bestätigt Swantje Benussi, CEO und eine der drei Gründerinnen von onesome. In diese Marktlücke steigt jetzt onesome mit seiner App ein und definiert seine eigene Nische: „Bisher gibt es im Markt vor allem Plattformen, auf denen ein automatisches Coach-Matching stattfindet und man Coaches für eine virtuelle Begleitung buchen kann. Damit sind individuelle Trainings und Weiterbildungen immer noch nur zu vergleichsweise hohen Kosten möglich. Durch den digitalen Ansatz machen wir es bezahlbar.“

Von der Zielsetzung zur Selbsterkenntnis

Benussi sieht onesome als digitalen Coach, der den Coaching-Prozess demokratisiert und allen Interessierten einen orts- und zeitunabhängig Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht. „Am Anfang beschäftigt sich jede*r mit der eigenen Zielsetzung: ‚Was möchte ich erreichen? Was ist mein Thema?‘. Dann setzt sich der Prozess fort mit Fragestellungen wie ‚Wer bin ich‘ und ‚Wo will ich hin?‘. Das sind Themen, die die Basis für Selbstentwicklung darstellen“, erklärt Benussi. 

Danach geht es weiter in die Tiefe mit Fragen rund um Kommunikation, Führung, Konflikt und Entrepreneurship. Während der Bearbeitung soll die App die Tiefe des Erkenntnis- und Entwicklungsprozesses an den Bedarf und die Reife des Nutzers anpassen können. Eine Mischung aus analytischen Tools, offenen und geschlossenen Reflexionen soll helfen, ihn/sie zur Selbsterkenntnis und -bewusstheit zu führen. Die Erarbeitung von Maßnahmen und deren Nachverfolgung, verschiedene Übungsanleitungen sowie Input zu Modellen und Methoden runden die Funktionalität ab, die die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

Erfahrenes Gründertrio

Das Know-how für das inhaltliche Design der App kommt von den drei Gründerinnen selbst. „Wir verbinden unterschiedliche Kompetenzen, die aus unserer Sicht entscheidend für den Erfolg sein werden“, sagt Swantje Benussi. So kombiniert Co-CEO Anouk Harde dank ihres Abschlusses in Human-Computer Interaction psychologisches und technisches Wissen und die Startup-Expertin im Team, Chief Marketing Officer Nadine Priessnitz, hat darüber hinaus Expertise in Innovationsmanagement und Strategieberatung im HR-Umfeld. Benussi selbst bringt als Geschäftsführerin von connect&develop, einer Beratung im Bereich Coaching und Executive Search, den Hintergrund rund um Personalentwicklungsfragen und Coaching mit.

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Ihre Chancen im Markt sehen die drei angesichts des digitalen Wandels ausgesprochen positiv. Zusätzlich wird es für viele von uns immer wichtiger, den Sinn in dem zu sehen, was wir tun und selbstwirksam zu sein. Für diese Erkenntnisse und die nachhaltige Veränderung ist Selbsterkenntnis der Schlüssel. Das heißt, mehr Menschen brauchen eine qualitativ hochwertige Begleitung auf diesem Weg.“

Fokus auf Unternehmen, Schwerpunkt Digitalisierung

Trotz der Tatsache, dass die meisten Menschen regelmäßiges Coaching kaum bezahlen können, gibt es ihrer Einschätzung nach aktuell mehr Bedarf, als die aktiven Coaches abdecken können. Auf der anderen Seite biete die App außer Kostenvorteilen ein Plus an zeitlicher Flexibilität – man muss sich nach niemandem richten. Und der Anspruch der App ist jetzt schon recht hoch: Die Benutzung von onesome soll Spaß machen, in die Tiefe gehen und auch die Möglichkeit der Erweiterung bieten. Auf Wunsch können ergänzende Workshops über Partner in Anspruch genommen werden.

Die Hauptzielgruppe der Vermarktung sind im jetzigen Stadium Unternehmen, auch im Sinne von Community- und Teambuilding. onesome wird vorerst Unternehmen als deutsch- und englischsprachige Web-App zur Verfügung stehen, die im Abo-Modell sowohl von Gruppen als auch nur von einzelnen Mitarbeiter*innen genutzt werden kann. In einem zweiten Schritt soll die App auch Privatpersonen zur Verfügung stehen.

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