Sag’s mit einem Lächeln: Wie Emojis den Arbeitsalltag erleichtern

Emojis können in der digitalen Arbeitswelt mehr tun als nur grundlegende Emotionen anzudeuten. Richtig eingesetzt sorgen sie für Zeitersparnis, bessere Abstimmung und ja, auch für einen guten emotionalen Zusammenhalt im Team. 

Gute Zusammenarbeit unter Kollegen und funktionierende Teams sind die Grundpfeiler eines erfolgreichen Unternehmens, gerade in Zeiten wie diesen. Kurz beim Kollegen im Büro nebenan vorbeigehen, um die Abstimmung zu beschleunigen, im Großraumbüro eine Frage in die Runde stellen, um breites Feedback zu einer Idee zu bekommen oder auch nur ein kurzer Smalltalk – all das ist nicht möglich, wenn ein großer Teil der Mitarbeiter von zuhause aus arbeitet. 

Der Einsatz von Emojis im Arbeitsalltag erscheint vielen immer noch als zu gewagt.

Reibungslose und effiziente Prozesse sind aber nötig, um allen Mitarbeitern einen möglichst stressfreien Arbeitsalltag zu bieten und die Produktivität hochzuhalten. Um beste Grundvoraussetzungen für die Zusammenarbeit im Büro zu schaffen, investieren Firmen viel Zeit und Geld in Teambuilding-Maßnahmen und Schulungen. Lösungen für die Arbeit von zuhause sind darin jedoch selten enthalten.

Missverständnisse einfach vermeiden  

Dabei ist es schon mit geringem Aufwand möglich, Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit im Home Office zu verbessern. Eine Möglichkeit, die im ersten Moment simpel klingt, ist der gezielte Einsatz von Emojis. Überlegt man jedoch, in wie vielen Unternehmen die Nutzung der bunten Piktogramme nach wie vor verpönt ist, obwohl sie aus dem privaten Alltag nicht mehr wegzudenken sind, scheint ihr Einsatz im Arbeitsleben noch immer ein recht progressiver Ansatz zu sein.    

Man muss nicht lange überlegen, um einen Kontext zu finden, in dem Emojis den Austausch mit Arbeitskollegen erleichtern können: Missverständnisse bei der schriftlichen Kommunikation. Die Tonalität zwischen den Zeilen geht beim Schreiben oft schnell verloren. Eine Bitte etwa, die im persönlichen Gespräch von einem Lächeln begleitet wird, kann „auf Papier“ manchmal wie ein schroffer Befehl wirken und schnell zu Unstimmigkeiten führen. Ein Emoji am Ende einer Nachricht schafft hier ganz leicht Abhilfe.

Unmut kann auch schnell aufkommen, wenn man auf die Antwort eines Kollegen wartet. Ist er nicht erreichbar, bringt man oft unnötig viel Zeit für die Kontaktaufnahme auf. Remote (aus der Ferne) ein Problem, das nicht mit einem schnellen Besuch im Büro nebenan gelöst werden kann. Moderne Collaboration-Plattformen bieten die Möglichkeit, einen Status zu hinterlassen, dem schnell entnommen werden kann, dass ein Kollege abwesend ist. 

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Kleinvieh macht auch Mist: Mit Emojis Zeit sparen

Doch gerade im Arbeitsalltag zählt oft jede Sekunde. Viele sparen sich deshalb die Zeit, umständlich einzutippen, dass sie für eine halbe Stunde nicht am Platz sind. Manche Plattformen bieten jedoch die Möglichkeit, ein passendes Emoji als Status anzugeben – und das mit einem einfachen Klick. Die Channel-basierte Messaging-Plattform Slack etwa hat vor Kurzem eigene Emojis zum Thema „Remote Work“ in ihr Repertoire aufgenommen. Ein Hund an der Leine oder ein zerbrochenes WLAN-Symbol versorgen die Kollegen jetzt auf einen Blick mit den nötigen Status-Informationen.

Statt „Habe ich gesehen und schaue es mir an, sobald ich Zeit habe“, einfach das passende Emoji senden.

Insbesondere bei Abstimmungsprozessen im Arbeitsalltag zeigen sich die Vorteile im Einsatz von Emojis. Wer im Home Office gemeinsam an Projekten arbeitet, der schreibt im Normalfall zahlreiche Nachrichten, nur um zu versichern, dass eine Aufgabe erledigt wird. Manche Collaboration-Plattformen bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, in solchen Fällen mit einer großen Palette an Emojis zu antworten. 

Hier einige Beispiele: Statt einem umständlichen „Habe ich gesehen und schaue es mir an, sobald ich Zeit habe“ reicht das Augen-Emoji völlig aus. Ein grüner Haken zeigt an, dass etwas erledigt ist. Ein Daumen hoch ist die Bestätigung der Startzeit eines Meetings. Das schränkt die Nachrichtenflut ein, mit der man tagtäglich konfrontiert wird und steigert die Effizienz.

Motivierte Mitarbeiter durch gemeinsame Emojis

Deutlich sichtbar wird der Vorteil von Emojis auch in Situationen, in denen man eine Frage an eine größere Gruppe richtet, um ein Stimmungsbild zu einem bestimmten Thema einzufangen. Wo vorher eine Welle an einsilbigen Nachrichten die Folge war, kann man mit Plattformen wie Slack verschiedene Emojis nutzen, die anzeigen, ob und wie viele Kollegen mit einem Vorschlag einverstanden sind. Hier können beide Seiten enorm Zeit sparen, da nicht nur der Fragesteller schnell eine Übersicht über das Ergebnis hat, sondern sich auch jeder Teilnehmer der Umfrage das umständliche Tippen einer Antwort spart.

Emojis, die durch gemeinsame Erfahrungen entstanden sind, stärken das Gemeinschaftsgefühl.

Und was, wenn man mal nicht das richtige Emoji für eine Frage oder Nachricht findet? Darüber muss man sich zumindest bei Slack keine Gedanken machen. Mitarbeiter können hiermit jederzeit eigene, ganz individuelle Konversationshelfer kreieren. Das stärkt den Teamzusammenhalt und hilft beim Aufbau einer digitalen Unternehmenskultur – insbesondere, wenn Mitarbeiter Emojis verwenden, die durch gemeinsame Erfahrungen entstanden sind und für alle eine Bedeutung haben. Dieses Gemeinschaftsgefühl stärkt das Teamgefüge und führt zu höherer Identifikation, Motivation, Produktivität und Effizienz – sowie zu einfach mehr Spaß bei der Arbeit.

Unternehmen und Teams aller Art sollten Emojis als wertvolle Werkzeuge für die Kommunikation sehen. Die, die über ihren Schatten springen und Emojis richtig nutzen, werden die Vorteile schnell erkennen – mit einem Lächeln im Gesicht.


Über die Autorin

Christina Janzer ist Director of Research and Analytics bei Slack.

 

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