Collaboration für den Mittelstand: Die Avaya Cloud gibt Gas in Deutschland

Unternehmen ist Avaya seit Jahrzehnten als Anbieter von Telekommunikationslösungen ein Begriff. Mit der Avaya Cloud soll nun der Mittelstand auf einfache Weise seine Kommunikationsbasis um die Komponenten Collaboration und Videoconferencing erweitern können. 

Verfügbar ist die Avaya Cloud in Deutschland bereits seit Ende letzten Jahres. Es handelt sich dabei um ein ganzheitliches Cloud-basiertes Kommunikationspaket, das aus Cloud-Telefonie und der Collaboration Suite Avaya Teamwork besteht. Kunden der Avaya Business-Telefonie, einer Telefonanlage aus der Cloud, steht Teamwork in einer Basisversion bereits kostenlos zur Verfügung. Doch der Anbieter hat mit Avaya Cloud eine Lösung speziell für kleine und mittelgroße Firmen geschaffen und für deren Vermarktung jetzt auch wichtige Partner aus dem  IT/TK-Fachhandel gewinnen können. Unabhängig davon lässt sich die Lösung auch direkt über die Avaya-Website buchen. 

In der Avaya Cloud können Anwender orts- und geräteunabhängig zusammenarbeite – chatten, Videokonferenzen abhalten, Bildschirminhalte teilen, Informationen und Dateien austauschen und speichern, Projekte koordinieren und deren Fortschritt verfolgen. (Foto: Avaya)
In der Avaya Cloud können Anwender orts- und geräteunabhängig zusammenarbeite – chatten, Videokonferenzen abhalten, Bildschirminhalte teilen, Informationen und Dateien austauschen und speichern, Projekte koordinieren und deren Fortschritt verfolgen. (Foto: Avaya)

Das Besondere an diesem Angebot ist, dass es sich flexibel auf sehr unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lässt. Abgerechnet wird nach drei verschiedenen Tarifen pro Nutzer und Monat. Über einen Konfigurator auf der Website der Avaya Cloud lässt sich ein individuelles Paket schnüren. Interessierte können zu diesem Zweck eingeben, wie viele Mitarbeiter*innen ihres Unternehmens mit einem Anschluss ausgestattet werden sollen, wie viele eher nur telefonieren und wie viele die Collaboration-Features in einer umfangreicheren Ausbaustufe brauchen. Dieses „Mix&Match“-Verfahren hilft, die Kosten auf den tatsächlich benötigten Bedarf zu minimieren. Auch feste Vertragslaufzeiten gibt es keine, das Kontingent kann jederzeit flexibel reduziert oder erweitert werden.

Hardware nicht zwingend notwendig

Eine Installation von Hardware-Komponenten entfällt ebenfalls. Die Telefonanlage läuft komplett in der Cloud, vorhandene Telefongeräte können weiter verwendet werden, sofern sie IP-tauglich sind. Besteht dennoch Bedarf an weiteren Endgeräten, können sie bei Avaya mitbestellt werden. Für den Zeitraum bis 30. September läuft eine Aktion namens 4-in-1 Cloud Paket, die Cloud-Telefonie, Teamwork-Funktionen, deutschlandweite Flatrate und das Avaya J139 IP-Telefon für 9,95 Euro pro Nutzer und Monat beinhaltet, allerdings gekoppelt an einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten.

Das Dashboard bietet eine Übersicht über den Stand der eigenen Aufgaben, der Kommunikation und der Projekte. (Foto: Avaya)
Das Dashboard bietet eine Übersicht über den Stand der eigenen Aufgaben, der Kommunikation und der Projekte. (Foto: Avaya)

Mit Teamwork bietet Avaya einen virtuellen Meeting-Raum, in dem Anwender orts- und geräteunabhängig zusammenarbeiten können. Hier können sie chatten, Videokonferenzen abhalten, Bildschirminhalte teilen, Informationen und Dateien austauschen und speichern, Projekte koordinieren und deren Fortschritt verfolgen. In der Basisversion (Essential, 3,95 Euro pro Nutzer/Monat) ist Teamwork auf 1 GB Dokumentenspeicher und fünf Teilnehmer bei Online-Sprachkonferenzen begrenzt. Der Business-Tarif für 9,95 Euro pro Nutzer/Monat bietet unbegrenzten Speicher, Online-Sprachkonferenzen mit maximal 25 Teilnehmern und Videokonferenzen mit maximal 15 Teilnehmern.

Langsame Transformation

Avaya-Geschäftsführer Roberto Schmidl sieht die Kommunikationsinfrastruktur als das Fundament der Digitalisierung. (Foto: Avaya)

Roberto Schmidl, Geschäftsführer von Avaya Deutschland und zuständig für das Mittelstandsgeschäft, sieht die Kommunikationsinfrastruktur als das Fundament der Digitalisierung und ist deswegen davon überzeugt, zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Angebot im Markt vertreten zu sein. Die Erweiterung der Telefonie mit Collaboration-Funktionen einerseits und die zunehmende Nutzermobilität andererseits würden die TK-Infrastruktur in den Mittelpunkt der digitalen Transformation rücken, besonders im Mittelstand. Letzterer sei allerdings nicht dazu bereit, Kompromisse in Sachen Quality of Service hinzunehmen, weder bei der Telefonie noch bei digitalen Kommunikationsformen. Alles muss ebenso zuverlässig und einfach zu bedienen sein wie das gute alte Telefon, weswegen sich die Transformation in diesem Bereich auch eher langsam vollziehe. 

Was aber nicht heißt, dass der Anbieter das Thema digitale Kommunikation allzu gemächlich angeht. Avaya mag vielleicht nicht zu den hippen Collaboration-Pionieren aus dem Silicon Valley gehören, wurde aber vom Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner zuletzt zusammen mit Cisco, Microsoft und Mitel als „Leader“ im Bereich Unified Communications geführt. Entsprechend ist der US-Anbieter auch hier in Deutschland mit einigen technologisch interessanten Pilotprojekten vorne mit dabei, zum Beispiel im Krankenhauswesen und im Bereich Telemedizin. 

Was die die Weiterentwicklung der Avaya Cloud selbst betrifft, so wird aktuell mit Hochdruck an Schnittstellen zu anderen großen Anwendungen wie SAP oder Salesforce gearbeitet. Die Integration der Kommunikation in alle anderen digitalen Prozesse ist laut Roberto Schmidl der zweite große Meilenstein auf dem Weg zur Transformation. 

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