Digitale Patientenakte: Effektiver Arbeiten im Gesundheitswesen

Das Cloud-Projekt „elektronische Gesundheitsakte“ von IBM kann die Arbeit von Medizinern erleichtern. Die privaten Krankenversicherer DKV, Generali (Central) und Signal Iduna bieten ihren Kunden die eGA jetzt an. Alle Seiten könnten davon profitieren. 

Die Digitalisierung soll Arbeitsprozesse effektiver machen, unter anderem, weil Informationen in der Cloud gespeichert und rasch abrufbar sind. Auch im Gesundheitswesen könnte die Arbeit schneller erledigt werden. Aber oft ist es mühsam, Informationen von Patienten zusammenzusammeln, um eine optimale Behandlung zu finden. Deshalb bieten DKV, Generali (Central) und Signal Iduna in Zusammenarbeit mit IBM ihren Kunden jetzt eine elektronische Gesundheitsakte (eGA), die medizinische Daten und Informationen speichert.

Die eGA ist nichts anderes als ein personenbezogener, zugewiesener Speicherplatz in der Cloud. Hier liegen, je nachdem wer eingebunden ist, Daten der Krankenkassen, Therapeuten, Röntgenbilder und andere Dokumente aus Klinikaufenthalten. Die Versicherten entscheiden, welche Daten abgelegt werden und wer darauf zugreifen kann. Sie selbst loggen sich via Smartphone ein. Je detaillierter die Akte, umso lückenloser die medizinische Dokumentation und desto effektiver die Nutzung.

Transparenz für Patienten und Effizienz für den Arzt

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Der Einsatz digitaler Technologien gibt Ärzten die Möglichkeit, effektiver zu arbeiten, um Kosten und Zeit einzusparen. Denn wichtige Informationen für die Behandlung eines Patienten sind schnell einsehbar und kompakt vorhanden. In Zeiten von Personalknappheit bei Ärzten und Pflegekräften könnte das ein wichtiger Bestandteil für deren Entlastung sein und eine höhere Qualität der Behandlung sowie der Gesundheitsversorgung insgesamt bedeuten. Hinzukommt die Seite des Patienten: Wer es gewohnt ist, Dinge per App und Internet zu erledigen, erwartet das irgendwann auch von seinem Doktor. Schon heute können Privatversicherte der genannten Assekuranzen Arztrechnungen papierlos per App einreichen.

Die Vernetzung im Gesundheitswesen soll die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern.
Die Vernetzung im Gesundheitswesen soll die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern. (Quelle: IBM)

Viele Menschen fremdeln allerdings noch sehr mit der Vorstellung, derart private Daten in einer Cloud abzulegen. Dem begegnen IBM und die Versicherer mit mehreren Argumenten: Das Rechenzentrum steht in Frankfurt und damit verbleiben alle Daten in Deutschland. Sie werden anonymisiert sowie verschlüsselt und sind mit den besonderen Sicherheitsstandards im Gesundheitswesen konform. Der US-Hersteller hat Erfahrung damit. In Dänemark hat IBM die Einführung der digitalen Akte unterstützt und auch die Techniker Krankenkasse arbeitet mit dem Cloud-Anbieter zusammen. Damit empfiehlt sich Big Blue auch als Provider, der hochsensible Daten sichern kann.

Digitale Transformation verändert die Versicherungsbranche

Die Versicherungen selbst müssen ebenfalls ihren Weg für die digitale Transformation finden. Gesunkene Margen, komplexe Regulierungsvorschriften und der Ruf der Kunden nach innovativen Service-Konzepten erfordert ein Umdenken. Das System der elektronischen Gesundheitsakte könnte daher auch auf vom Kunden kontrollierte Versicherungsverträge anwendbar sein, heißt es in der Mitteilung der Versicherer.

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