Wie die verschiedenen Arbeitspersönlichkeiten kommunizieren

In der Berufswelt treffen ganz unterschiedliche ‚Workplace Personas“ aufeinander. Wie es Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeitenden auch im digitalen Raum optimal zu vernetzen und die jeweiligen Stärken bestmöglich zur Geltung zu bringen, verrät unsere Gastautorin Nina Koch.

Jede:r von uns erlebt es tagtäglich: In Büros treffen ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, die sich in ihren Arbeitsweisen und Kommunikationspräferenzen markant voneinander unterscheiden. Unternehmen können von dieser Vielfalt enorm profitieren. So ist bei der Zusammenstellung von Teams die richtige Mischung unterschiedlicher Persönlichkeiten ganz entscheidend, um die Fähigkeiten jedes einzelnen Mitarbeitenden optimal einzusetzen und gemeinsam das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. 

Doch im Zeitalter der digitalen Transformation kommt es ebenso darauf an, dass Mitarbeitende auch im virtuellen Raum eine geeignete Arbeitsumgebung vorfinden, damit sie ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten voll entfalten können. Um diesem Thema größere Aufmerksamkeit zu schenken, hat Slack eine globale Umfrage durchgeführt und in Zusammenarbeit mit YouGov über 15.000 Büroarbeiter:innen zu ihren Arbeitsmethoden und Kommunikationsvorlieben befragt, 2.072 davon in Deutschland. Auf Grundlage der Ergebnisse der Workplace Personas Survey ließen sich fünf Arbeitspersönlichkeiten identifizieren.

Diese fünf Persönlichkeiten treffen Sie in jedem Büro an

1Die Detektiv:innen

Detektiv:innen sind stets auf der Suche nach Informationen und Antworten und teilen ihr Wissen gerne mit ihren Kolleg:innen. Ihre Arbeitsweise beschreiben die Detektiv:innen als strukturiert und organisiert. Sie gelten zudem als besonders zuverlässig und kollegial. Im Rahmen der Studie begegnet diese Arbeitspersönlichkeit am häufigsten: 30 % der Befragten weltweit lassen sich als Detektiv:in identifizieren, in Deutschland sind es sogar 33 %.

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2Die Netzwerker:innen

Netzwerker:innen knüpfen gerne neue Kontakte und schätzen den spontanen und häufigen Austausch mit ihren Kolleg:innen. Sie gelten im Team als unkomplizierte und hilfsbereite Gesprächspartner:innen, die sich in allen Kommunikationssituationen, sei es in Präsenz oder digital, gleichermaßen wohlfühlen. 26 % der deutschen Studienteilnehmer lassen sich dieser Arbeitspersönlichkeit zuordnen, weltweit sind es 22 %.

3Die Nomad:innen

Nomad:innen arbeiten so häufig wie möglich an unterschiedlichen Orten und sind auch zeitlich am liebsten ungebunden. Sie schätzen aus diesem Grund den virtuellen Austausch und asynchrone Kommunikationsformen. Nomad:innen zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Flexibilität und Experimentierfreudigkeit aus. In Deutschland identifizieren sich 20 % der Befragten als Nomad:innen, weltweit sind es 22 %.

4Die Problemlöser:innen

Problemlöser:innen besitzen eine Abneigung gegen sich wiederholende Aufgaben und zielen stets darauf ab, Zeit zu sparen und ihre Produktivität zu steigern. Sie gelten im Hinblick auf neue Technologien als Early Adopter und nutzen Automatisierungsfunktionen und Künstliche Intelligenz, um ihre Arbeitsprozesse zu verschlanken. Als Problemlöser:innen lassen sich weltweit 16 % der Büroangestellten (in Deutschland 15 %) identifizieren.

5Die Expressionist:innen

Expressionist:innen sind aufgeschlossen, ausdrucksstark und schätzen einen direkten, informellen Kommunikationsstil. Sie nutzen visuelle Mittel wie Emojis oder GIFs, um ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen und sicherzustellen, dass ihre Botschaft auch richtig verstanden wird. Besonders wichtig ist ihnen ein humorvoller und unaufgeregter Umgang mit ihren Kolleg:innen. Nur 10 % aller Büroangestellten weltweit gehören zu den Expressionist:innen, in Deutschland sind es sogar nur 6 %.

Wie die unterschiedlichen Arbeitspersönlichkeiten im digitalen Raum brillieren können

Moderne Produktivitätsplattformen halten inzwischen alle Möglichkeiten bereit, damit die verschiedenen Arbeitspersönlichkeiten auch virtuell ihre Stärken voll entfalten und bestmöglich miteinander agieren können. So bleiben Nomad:innen durch asynchrone Meetings und mobile Apps immer auf dem neuesten Stand, auch wenn sie remote arbeiten. Problemlöser:innen nutzen automatisierte Workflows und intuitive KI, um sich die Arbeit zu erleichtern, Expressionist:innen hingegen verwenden benutzerdefinierte Emojis und personalisierte Statusmeldungen, die ihre Persönlichkeit treffend zum Ausdruck bringen. 

Produktivitätsplattformen können Arbeitende dazu ermutigen, auch andere Arbeitspersönlichkeiten in sich zu entdecken.

Für Netzwerker:innen bieten sich informelle Chat-Funktionen und geteilte Dokumente an, um im ständigen Austausch mit ihren Kolleg:innen zu bleiben. Und Detektiv:innen teilen ihre Recherchen über öffentliche wie private Channels und Threads, erstellen Tutorials und optimieren den Umgang mit integrierten Suchfunktionen, mit denen sie auch das kleinste Detail ans Licht bringen. Im besten Fall können Produktivitätsplattformen wie Slack dazu ermutigen, dass Büroangestellte im virtuellen Raum auch andere Arbeitspersönlichkeiten in sich entdecken und auf diese Weise noch vielseitiger und produktiver werden.

Neue Technologien, neue Herausforderungen

Die Workplace Personas-Studie offenbart allerdings auch, dass gegenüber neuen Technologien noch immer erhebliche Vorbehalte bestehen. So bekunden ganze 80 Prozent der Befragten, dass ihnen vor allem die rasanten Entwicklungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz Sorge bereiten. Selbst unter den technikaffinsten Arbeitspersönlichkeiten, den Problemlöser:innen und Expressionist:innen, finden sich nur 43 bzw. 44 %, die Künstliche Intelligenz in ihren Arbeitsalltag integrieren wollen. 

KI-Funktionen innerhalb der Kommunikationsplattformen können einen wichtigen Beitrag leisten, um Berührungsängste zu überwinden.

Zu denken geben sollte auch, dass Europa hinsichtlich der Nutzung von KI weit hinterherhinkt: Während etwa in Indien schon 54 % der Büroangestellten mit KI arbeiten, sind es in Deutschland nur 20 %. Hier besteht also dringender Nachholbedarf, um nicht schon frühzeitig den Anschluss zu verlieren. Produktivitätsplattformen mit integrierten KI-Funktionen können in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag leisten, um Berührungsängste zu überwinden und Mitarbeitende vom Nutzen Künstlicher Intelligenz zu überzeugen.

Wie Unternehmen die Ängste ihrer Mitarbeitenden abbauen können

Es liegt vor allem an den Unternehmen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Vorbehalten und Ängsten aktiv entgegenzutreten. Denn wie die Workplace Personas-Studie belegt, fühlt sich ein Großteil der Büroangestellten im Umgang mit den neuen Technologien häufig alleingelassen. Regelmäßige Schulungen und Bildungsprogramme, die passgenau auf die unterschiedlichen Arbeitspersönlichkeiten zugeschnitten sind, sollten daher einen festen Platz in Unternehmensstrukturen einnehmen. Entscheidend ist vor allem jedoch eine vitale hybride Kommunikationskultur, in die alle Mitarbeitenden aktiv eingebunden sind. Nur dann funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Arbeitspersönlichkeiten – egal ob Detektiv:in oder Expressionist:in – auch im digitalen Raum effektiv und reibungslos.


Über die Autorin

Über die Autorin

Nina Koch arbeitet seit 2022 als Director Customer Success bei Slack. Ihre Aufgabe ist es, ein Team aus verschiedenen Customer Success Managern in ganz Europa aufzubauen, die Kunden durch die Nutzung der Automatisierungs-, Wissens- und Vernetzungsfunktionen der Produktivitätsplattform zum Erfolg verhelfen können.

 

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