Wie Daten helfen können, Mitarbeiter zu finden

Um innovativ zu bleiben, wollen sich europäische Unternehmen noch mehr digitalisieren – und haben verstanden, worauf es dafür ankommt: die Nutzung ihrer Daten! Diese können auch eine Riesenhilfe bei der Suche nach Fachkräften.

„Die Zukunft ist schon da. Sie ist nur nicht gleichmäßig verteilt.“ So formulierte es der Science-Fiction-Autor William Gibson. Für uns bedeutet das:  Überall um uns herum finden erstaunliche Innovationen statt – aber eben nicht überall. Unternehmen streben danach, innovativ zu sein und die Nase vorn zu haben, aber viele von ihnen tun sich schwer damit, ihre Ideen zeitnah in wirkungsvolle Produkte und Dienstleistungen umzusetzen.

Bereits 61 Prozent der Unternehmen nutzen ihre ohnehin vorliegenden Daten, um ihr Recruiting zu verbessern.

Wir nennen dies die Lücke zwischen Innovation und Umsetzung. Diese Lücke könnte der Grund dafür sein, dass viele Unternehmen im heutigen Wettbewerb nicht Schritt halten können – und zum Beispiel bei der Personalsuche keine geeigneten Bewerber finden. Wenn einzelne Unternehmen die besten Arbeitskräfte schon an sich gebunden haben, müssen die anderen auf weniger geeignete Kandidaten zurückgreifen.

Talent Management ist auch Data Management

Wie aber können moderne Technologien dabei helfen, beim Recruiting die Nase vorn zu behalten?

Anzeige

Ein entscheidender Faktor ist eine intelligente Auswertung von Daten – und die entsprechende gezielte Nutzung. Mittlerweile bezeichnen sich 65 Prozent der europäischen Unternehmen als datengetrieben, und 59 Prozent sind der Meinung, dass sie mit datengestützten Geschäftsentscheidungen Marktanteile gewinnen, so eine neue Studie von VMware. Auch nutzen 61Prozent der Unternehmen ihre ohnehin vorliegenden Daten, um ihr Recruiting zu verbessern. Dabei geht es nicht unbedingt nur um die reine Anzahl an Daten, sondern vielmehr darum, Informationen und Datenpunkte, die bislang nicht im Zusammenhang betrachtet wurden, so miteinander zu verknüpfen, dass aussagekräftige Verbindungen entstehen. 

Durch das andauernde Erfassen und Sammeln der Daten erhöht sich nicht zwangsläufig deren Wert. Der Wert entsteht erst dadurch, dass man diese Daten versteht und ihnen eine Struktur gibt. Dank fundierter Analysen identifizieren Unternehmen so neue geeignete Bewerbergruppen, denen vorher keine Beachtung geschenkt wurde. Personalverantwortliche können damit bisher unbemerkte Talentpools identifizieren – und gewinnen auf diese Weise auch an Diversität.  

Active Sourcing

Ein konkretes Beispiel ist die Ansprache so genannter „passiver Kandidaten“: Passive Kandidaten suchen weder aktiv nach Stellenausschreibungen noch schreiben sie Bewerbungen. Dabei sind manche durchaus offen für alternative Jobangebote. Durch eine individuelle Direktansprache oder mithilfe perfekt platzierter Werbeanzeigen in den sozialen Medien (Social Ads) ist es möglich, passive Interessenten in ihrer Freizeit anzusprechen.

Active Sourcing hilft, den bestmöglichen Kandidaten für eine bestimmte Jobposition zu finden.

Dieses Prinzip des Active Sourcing, die zielgerichtete, proaktive Recherche, Ansprache und Rekrutierung potenzieller Mitarbeiter, schließt auch mit ein, nur lose interessierte Kandidaten erst einmal virtuell ans Unternehmen zu binden, also sie z.B. als Follower zu gewinnen und dadurch langfristig eine Bindung aufzubauen. Entscheidend für das Active Sourcing ist eine fundierte Datensammlung und -nutzung, um den bestmöglichen Kandidaten für eine bestimmte Jobposition zu finden und von der Stelle zu überzeugen. 

Referral Sourcing

Um bei vielversprechenden Fachkräften Interesse an einer offenen Position zu schaffen, nutzen Personaler und Recruiter auch bestehende Kontakte für den Active-Sourcing-Prozess. Dieses Vorgehen bezeichnet man als Referral Sourcing. Dabei schauen sich Active Sourcer die Kontakte von Fachkräften an, die schon rekrutiert wurden. Die Wahrscheinlichkeit, jemanden mit einer ähnlichen Qualifikation zu finden, ist dabei recht hoch.

Wichtig ist beim Referral Sourcing, mit einer gezielten Software zu arbeiten, die genau darauf ausgerichtet ist, den Prozess zielgerichteter durchzuführen, zu vereinfachen und damit zu beschleunigen. Auch hier sind Daten wieder das entscheidende Tool zum Erfolg.

Immer noch haben 70 Prozent der Unternehmen weltweit Schwierigkeiten, den Wert ihrer Daten zu erschließen.

Die wirtschaftlichen Vorteile des Einsatzes von Technologie für Innovationen und Wettbewerbsvorteile liegen auf der Hand, aber trotzdem haben nur wenige Unternehmen das Potenzial ihrer Daten wirklich ausgeschöpft. Laut einer von VMware durchgeführten Umfrage unter 100 Führungskräften der Forbes Top 2000 Unternehmen gaben fast drei Viertel (70 Prozent) der Unternehmen zu, dass sie Schwierigkeiten haben, den Wert ihrer Daten zu erschließen, was sich direkt auf ihre Innovationsfähigkeit auswirkt. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) befürchtet, gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen zu geraten, wenn sie ihre Daten nicht besser nutzen können. 

Langfristige Wettbewerbsvorteile mit einem Multi-Cloud-Modell

Daten werden zunehmend außerhalb von Rechenzentren, über mehrere Clouds und über Landesgrenzen hinweg erzeugt und genutzt. Diese wichtigen Informationen müssen jedoch schneller als je zuvor in die richtigen Hände gelangen: in die Hände des Managements, um Geschäftsentscheidungen zu treffen; in die Hände der Kunden – in Form von umfassenden Kauferlebnissen; und in die Hände der Mitarbeiter – in Form von digitalen Tools.

Für Unternehmen, die die Lücke zwischen dem Entwicklungsprozess von Ideen und deren Umsetzung schließen wollen, ist eine Multi-Cloud-Strategie das De-facto-Modell. Sie ist die beste Möglichkeit, mit der Unternehmen ihre Daten effektiver verwalten und nutzen können, wenn die Arbeitslasten mehr denn je verteilt sind. 

Die Lücke zwischen Idee um Umsetzung schließen

Die passende technische Plattform ist dabei ebenso entscheidend wie die strategisch definierten Rahmenbedingungen, geschultes Personal und die entsprechende Unternehmenskultur. Auch wenn auf den ersten Blick alte Prozesse umgestellt und die IT entsprechend justiert werden müssen, lassen sich mit einer geschickten Datennutzung beim Recruiting langfristig Kosten sparen und Wettbewerbsvorteile erzielen. 

Durch den Einsatz eines Multi-Cloud-Ansatzes können sich Unternehmen die Grundlagen schaffen, die sie benötigen, um ihre Daten heute und in Zukunft besser nutzen zu können. Sie müssen sich keine Gedanken mehr über die Auswirkungen auf die Datenhoheit, dezentralisierte Abläufe oder komplexe Infrastrukturen machen, sondern können auf einfache Weise mehrere Umgebungen verwalten, um mehr aus ihren Daten zu machen – und damit endlich die Lücke zwischen Innovation und Umsetzung schließen.


Über den Autor

Über den Autor

Thomas Herrguth ist Country Leader Deutschland bei VMware.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Was meinen Sie dazu?

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Back to top button